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1968 wurde in den USA die Anschaffung des Raketenabwehrsystems ABM diskutiert. Es gab zwei Möglichkeiten zur Einsetzung des Systems: Entweder ein kleines, erweiterbares ABM, um die USA gegen einen Angriff aus China zu schützen, oder ein großes ABM, als Schutz vor der UdSSR. Das amerikanische Militär befürwortete die Anschaffung der großen Version, da es der Meinung war, eine Waffe auch besitzen zu wollen, wenn sie existiere. Dies geschah auch aus der Angst vor einer Übervorteilung, weil man annahm, dass um Moskau herum ein ABM installiert werden würde. Der Kongress hatte seinerseits bereits die Gelder für ein ABM bereitgestellt, da er traditionsgemäß die Meinung von Experten, in diesem Fall die des Militärs für seine Entscheidungen einholt.
Aus Angst vor einem Atomkrieg setzte sich jedoch der damalige Verteidigungsminister McNamara bei Präsident Johnson dafür ein, dass, unabhängig von der Sinnlosigkeit des Systems oder seiner unausgereiften Funktionalität, nur ein kleines ABM angeschafft werden sollte. Nachdem die UdSSR bei einem Treffen zwischen Johnsons und Kossygin endgültig von einer gemeinsamen Abrüstung Abstand nahm, weil sie das ABM als rein defensive und damit legitime Waffe ansah, geriet Johnson unter Handlungszwang und stimmte schließich der Errichtung eines kleinen ABM mit der Option zur Erweiterung zu. Damit geriet das erste Mal nach dem Korea Krieg der mittlerweile routinierte Umgang der Bürokratie mit der Anschaffung neu entwickelter Waffensysteme ins Stocken. Argumente PRO ABM: - Schutz der Bevölkerung - UdSSR hat ABM - funktionstüchtig
Argumente CONTRA ABM: - technisch nicht ausgereift - hohe Kosten, geringer Nutzen (Schutzräume seien sinnvoller) - Angst vor Wettrüsten (Gefahr eines Atomkriegs)
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 00:59 Uhr |
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