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Balance of power (Mächtegleichgewicht) |
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Der Begriff des Mächtegleichgewichts hat seinen Ursprung in der mechanistischen Philosophie. Er geht davon aus, dass die Staaten eine verschiedene Wertigkeit an Machtmitteln haben. (capabilities; Fülle der Machtmittel im Internationalen System = distribution of capabilities) Das Internationale System ist stabil, wenn alle Systemelemente erhalten bleiben und die verschiedenen Wertigkeiten der Staaten an Macht untereinander ausgeglichen ist. Ein Problem dabei ist die konkrete Bestimmung eines Machtmittels (Meßbarkeit) und dessen Vergleich mit dem eines anderen Staates, das einem anderen Ressort angehört. (bsp. Vergleich wirtschaftlicher mit militärischer Macht) Im sog. Balancing-Prozess kontrollieren sich alle Akteure gegenseitig aus der Angst, übervorteilt zu werden und um gegenenfalls eine politische Handlung dagegen einzuleiten. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein kleiner, isolierte Staat im Internationalen System die Funktion eines Schiedsrichters, bzw. des Züngleins an der Waage der Machtverteilung einnehmen kann. Großbritannien sah sich lange Zeit in dieser Rolle. Die sog. 'Stärkung der schwachen Nation' im Balancing-Prozess hat den Hintergrund, dass sich ein Staat eher einem kleinen, schwachen Staat anschließt und nicht dem stärkeren, weil er in solch einer Partnerschaft so der stärkere der beiden sein kann, die ein Gleichgewicht zum starken darstellen können, anstatt selbst ein schwacher Staat in Partnerschaft mit einem starken Staat zu sein. Hat z.B. Staat A 4 Machteinheiten, Staat B 3 Machteinheiten, Staat C 2 Machteinheiten, so ist für Staat B eine Kooperation mit Staat C interessanter, da er dadurch seine Interessen schützen kann, ohne der unterlegene zu sein. (Staat A ist kleiner als Staat B + Staat C)
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