|
Neben der eigenen Interessensgruppe werden auch die Interessen anderer Gruppen anerkannt. Viele Interessensgruppen sind legitim und durchaus erwünscht. Folglich sieht der Pluralismus mehrere Interessensgruppen friedlich und tolerant nebeneinander. Es wird dazu nach einem kleinsten gemeinsamen Nenner der Gesellschaft gesucht, um diesen in Normen und Gesetzen festzuhalten. Dadurch wird dem Individuum im Gegensatz zu einer Ideologie sehr viel Freiheit gelassen, was seine Lebensgestaltung anbelangt. (Subsidiaritätsprinzip) In der staatlichen Konzeption zieht dies freiheitliche Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Demokratie nach sich. Nicht nur die freiwillige Organisation in Parteien und Verbänden, sondern auch die Identifikation mit sog. Communities wird dadurch ermöglicht. Interessenskonflikte werden in friedlicher Weise durch Diskussion oder Rechtssprechung beigelegt. Folglich erklärt sich beispielsweise das Verbot durch den Bundesgerichtshof, private Duelle mit tödlichen Waffen auszutragen. (Gefecht oder Mensur) Pluralismus kann somit politische Herrschaft demokratisch legitimieren.
|